| BIOGRAFIE |
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Ganes "mai guai" Die Wasserhexen aus La Val sind in der globalen Metropole angekommen: Auf seinem zweiten Album ‚mai guai' befeuert das Songwriterinnen-Trio Ganes seine gewagten Träume mit den urbanen Beats einer nachtaktiven Generation. Selten sind sich Tradition und Moderne auf so aufregende Weise begegnet wie in den elf neuen Liedern der Schwestern Elisabeth und Marlene Schuen und ihrer Cousine Maria Moling: Ihre Sprache - das Ladinische - ist vom Aussterben bedroht und unternimmt gerade deshalb eine verwegene Reise von den verwunschenen Dolomitentälern ihrer Kindheit hinein in die Clubs ihrer Gegenwart. Ihre Stimmen sind klar wie die Luft im Hochgebirge. Ihre Melodien künden von einer universellen Sehnsucht nach Geborgenheit und Überschwang zugleich. Ihre einfühlsamen Texte erzählen vom Zusammenrücken und vom Auseinanderdriften in einer unübersichtlichen Welt. Die ambitionierten Soundkleider von ‚mai guai' aber transferieren die Identitäten dreier selbstbewusster junger Frauen auf den kosmopolitischen Dancefloor einer außergewöhnlichen Nacht. Nach wie vor dominieren die ureigensten Instrumente ernstzunehmenden Songwritings die hoch emotionalen Lieder von Ganes. Aber die Gitarre mit Stahlsaiten, die sommerlichen Geigen und das Allwetterpiano werden auf ‚mai guai' (was übersetzt "Nie Schwierigkeiten" bedeutet) von behutsam eingesetzter Elektronik angetrieben, die der Band eine starke Verbündete geworden ist. Das Ganes-Gefühl hat einen exklusiven Motor bekommen, der auch auf den verschlungensten Klangserpentinen einen klaren Kurs hält. So klingt intelligentes Songwriting an der Schwelle zum ewigen Sommer: Zart und doch zupackend, mal melancholisch und mal manisch, verführerisch luftig oft, hymnisch zuweilen und dann auch wieder getränkt von der Schwere eines unfreiwilligen Abschieds vor der Zeit. Die neuen Ganes klingen mehr denn je, wie das Leben selbst klingt. Die elektroakustischen Eruptionen auf ‚mai guai' haben die Bandbreite der Emotionen im Vergleich zum Ganes-Debütalbum ‚rai de sorëdl' noch ausgedehnt. Oft sind es feine Nuancen, die im flirrenden Schwebezustand multikultureller Transitbereiche eine rauschhafte Sommernacht in einen bedrückenden Wüstentrip verwandeln und umgekehrt. Die Vollblutmusikerinnen, die sich nach den gar nicht so ungefährlichen Fabelwesen ihrer Heimat Ganes genannt haben, beherrschen das Spiel mit diesen Nuancen wie nur wenige Künstler ihrer Generation. Seit die beiden Schwestern und ihre Cousine im Jahr 2007 als Sängerinnen, Geigerinnen und Percussionistinnen auf Hubert von Goiserns legendärem Konzertschiff auch musikalisch zueinander gefunden haben, haben sie sich live und im Studio stetig weiterentwickelt. Heute gelingt es ihnen, Computerbeats stringent mit hitziger Schweißpercussion zu verschmelzen, Geigen mit Stimmen, und die Ausgelassenheit eines schwerelosen Moments mit der Erfahrung langer musikakademischer Studien - die die jungen Frauen bei Bedarf auch gerne komplett über Bord werfen. Genauso verfahren Ganes übrigens auch mit ihrer neu entdeckten Elektronik - wenn Ihnen danach ist. Sobald die drei Lotsinnen einer wahrhaft globalen Weltmusik der Meinung sind, dass der exklusive Motor hie und da hinderlich wäre, schalten sie ihn einfach aus, weil mitunter ein Klavier, ein Flügelhorn und drei unverwechselbar ausdrucksstarke Stimmen genügen, um zu sagen, was zu sagen ist. So leidenschaftlich sich Ganes ihres neuen Sounds bedienen, so konsequent ist zuweilen ihr Verzicht. "Wir wissen jetzt ganz genau, wie wir klingen wollen", sagen die Songwriterinnen, die dem Leben auf ‚mai guai' noch entschiedener, noch lustvoller, aber auch noch schonungsloser zu Leibe rücken, als auf ihrem Debütalbum. Wer ihnen zuhört, ahnt, wie viele Schmerzen nötig waren - aber auch wie viel ungezügelte Freude -, um diesem Wissen seine hinreißend einnehmende Form zu geben. Ganes 'mai guai' - SPECIAL EDITION // Studio- & Live-CD Blanko Musik / Sony Bestellnummer: digipack 88697 91087 2 VÖ 13.05.2011 Ganes 'mai guai' - Studio-CD Blanko Musik / Sony Bestellnummer: digipack 88697 91085 2 VÖ 13.05.2011 www.ganes-music.com |
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Ganes "rai de sorëdl" Ganes sind keine normalen Frauen. Ganes sind Wasserwesen aus der uralten ladinischen Mythologie, magische Bachbewohnerinnen, die den normalen Menschen gute Ratschläge zur Bewältigung ihrer irdischen Leben offerieren aber auch Verwünschungen aussprechen, wenn es denn nötig ist. Ganes sind Feen und Hexen zugleich. Wer die Ganes von heute hört, dem fällt es schwer, sich vorzustellen, dass das Los der Verwünschten ein bitteres ist. Denn Ganes machen anschmiegsame Musik, die beflügelt wie ein Sonnenstrahl an einem kalten, verregneten Tag. "Rai de sorëdl" - also "Sonnenstrahl" auf ladinisch - heißt das erste Album der Ganes von heute, eine überwältigend einfallsreich komponierte 14-Lieder-Sammlung, in der drei junge Ladinerinnen den mythischen Bachbewohnerinnen von einst auf leidenschaftlich soghafte Weise huldigen. Ganes - also die Schwestern Elisabeth und Marlene Schuen und ihre Cousine Maria Moling - entfachen musikalische Geysire: Es brodelt, wenn sich ihre drei unverwechselbaren, ausdrucksstarken Stimmen miteinander und mit den Geigen und Gitarren einer in Herz und Hirn gescheiten Popmusik vereinen. Und dann bricht es heraus. Wie ein Geysir. Oder eben wie der Sonnenstrahl, der die Wolkendecke mit seiner feurigen Kraft bezwingt. Es sind nur noch rund 30.000 Menschen in einem kleinen Teil von Südtirol, die den Sonnenstrahl "Rai de sorëdl" nennen. Von dort stammen sie her, die beiden Schwestern und ihre Cousine. Im Dorf La Val sind sie mit Blick auf die mächtige Kreuzkofelgruppe aufgewachsen. Am Bächlein Rü dla Gana haben sie gemeinsam gespielt. Der Vater und Onkel der drei Unzertrennlichen war der Dorfkapellmeister der Blasmusik des Ortes, an den sie immer wieder zurückkehren, auch wenn sie ihre liebevoll arrangierte Musik mittlerweile in Städten spielen, deren Bewohner von ihrer Muttersprache nicht viel mehr verstehen, als dass sie für fremde Ohren rätselhaft klingt, mal melancholisch, mal freudvoll, oft erotisch - wie ein Versprechen, das nur für den in Erfüllung geht, der fest daran glaubt. "Wenn das Publikum die Sprache nicht versteht, dann hat es mehr Raum für Fantasie", sagt Maria Moling, die jüngste des Trios. Sie hat in Klagenfurt Jazzpercussion studiert und unter anderem die wundersam beseelte Verletztheitsballade "Bel`indô" geschrieben, als sie mit ihrer Gitarre alleine war - getrennt auch von den Cousinen. "Man darf sich nicht davon abschrecken lassen, wenn man den Sinn der einzelnen Worte nicht versteht", empfiehlt eine von ihnen, Marlene Schuen. Und weiter: "Wenn man sich auf die Klänge einlässt, erfasst man automatisch, worum es geht." Sie hat neben Jazzgesang auch Philosophie und Psychologie studiert, sie kennt sich aus mit Kommunikation: "Tristëza é" stammt von ihr, die zärtlich aufrüttelnde Jazznummer, in der es darum geht, dass Männer selten aussprechen, was sie wirklich bedrückt. "Wenn Männer traurig sind, dann muss man sie immer fragen, was ist. Und meistens kommt nichts", erklärt ihre Schwester Elisabeth Schuen. Die klassisch ausgebildete Mezzosopranistin hat viele Opern gesungen, ehe sie gemeinsam mit ihren Verbündeten aus der Familie eine umwerfend ungekünstelte Form alpin getönter Popmusik mit universeller Botschaft auf den Weg gebracht hat: Ganes singen auf verlockend emotionale Weise vom Fallenlassen der Masken, vom Man-selber-sein, von der Angst sich einzulassen und von deren Überwindung. Ganes sind authentisch auf eine verstörend beglückende Art. Elisabeth Schuen hat beispielsweise "Olâ est'pa?" geschrieben, eine intensive, sehnsuchtsvolle Ballade, die den Neuanfang beschwört. Die Geburt von Ganes kann man einerseits am Bach im Dolomitendorf La Val verorten, an dem den alten ladinischen Sagen zufolge die Wasserfrauen wohnen. Andererseits begann die eigentliche Geschichte des Trios, dessen Musik so verführerisch zu schweben vermag, um dann wieder kräftig an der Erde zu kratzen, im Jahr 2007 auf einem mächtigen Strom: Als Hubert von Goisern mit seinem Konzertschiff auf der Donau konzertierend bis in die Ukraine reiste, waren Elisabeth und Marlene Schuen und Maria Moling dabei - als Sängerinnen, Geigerinnen und Percussionistinnen. Auf dem Schiff verbrachten die beiden Schwestern und ihre Cousine so viel Zeit miteinander wie seit ihrer Kindheit nicht mehr. Und sie fingen an, zu dritt Lieder zu schreiben, Lieder wie das flirrende "Barcaurela", in dem von der Hitze die Rede ist. Im Sommer 2008 fuhren Ganes mit Hubert von Goisern auf dem Rhein gen Norden und brachten mit ihrer professionellen Unbekümmertheit jene grenzenlosen Energien ganz ungefiltert auf die Bühne, von denen der Goiserner sang. Und im nächsten Frühling begannen sie - unterstützt von Hubert von Goisern, dessen begeistertem Manager Hage Hein und vielen seiner exquisiten Musiker - in München und Salzburg mit den Aufnahmen für ihr selbstgeschriebenes Debütalbum, das so innig von Wärme durchflutet ist, dass es eigentlich nur so heißen konnte wie der Sonnenstrahl auf ladinisch: "Rai de sorëdl". In der ladinischen Mythologie heiraten die Ganes zuweilen ganz gewöhnliche Männer und schenken ihnen Glück. Bei den hinreißend charmant in Szene gesetzten Konzerten von Ganes kommt es mitunter vor, dass sich ganz gewöhnliche Männer im Publikum in drei Sängerinnen gleichzeitig verlieben. Die Begleiterinnen dieser verzückt lächelnden Männer schmunzeln zumeist über die geträumten Ausflüge ihrer Partner. Denn sie wissen: Ganes sind nicht von dieser Welt. Aber der Wahrheitsgehalt uralter ladinischer Sagen ist ebenso wenig ergründbar wie der magische Strudel der einen unweigerlich erfasst, sobald man Ganes singen hört. Ganes "rai de sorëdl" - Kurzbio Ganes sind eigentlich Wasserwesen aus der uralten ladinischen Mythologie, magische Bachbewohnerinnen, Feen und Hexen zugleich. Das Trio Ganes aber macht anschmiegsame intelligente Popmusik mit alpiner Tönung, die beflügelt wie ein Sonnenstrahl an einem kalten, verregneten Tag. "Rai de sorëdl" - also "Sonnenstrahl" auf ladinisch - heißt das Debütalbum der Schwestern Elisabeth und Marlene Schuen und ihrer Cousine Maria Moling, das auf leidenschaftlich soghafte Weise den positiven Energien der Sagenwesen huldigt: Drei unverwechselbare Stimmen vereinigen sich miteinander, mit den Geigen und mit der Idee von einem authentischen Umgang mit dem Leben. Die drei Südtirolerinnen aus dem Dolomitendorf La Val, die Hubert von Goisern auf seinem Kontertschiff als Sängerinnen, Geigerinnen und Percussionistinnen begleitet haben, klingen rätsehaft und melancholisch, freudvoll und erotisch zugleich. Wer sich auf ihre von Wärme durchfluteten Lieder einlässt, gerät unweigerlich in einen magischen Strudel. Und plötzlich versteht er, worum es bei diesem beglückend intensiven Weltenpop geht - ohne des Ladinischen mächtig zu sein. Denn die Liebe und die Einsamkeit, die Angst und deren Überwindung sind universell. Ganes "rai de sorëdl" - Die guten Geister vom Weltbach Die Dämonen schmiegen sich behutsam an. Sie flirren entlang seelenvoller, eingängiger Melodien. Die Geister springen als Stimmen, mal feenhaft schwebend, dann wieder fest auf dem Boden des Lebens tanzend, zwischen sanften, lieblichen Wellen. Der kleine Fluss, der diese Musik führt, mäandert zwischen weltläufigen und niemals aufdringlichen Ethnoklängen und eingängigen Popelementen. An seiner Oberfläche tut der Klangfluss das friedlich, Aber in der Tiefe entwickelt sich ein kräftiger Sog, Doch keine Angst! Die Dämonen und Geister, die in ihm wohnen, sind drei gute. Sie wollen nichts Böses. Sie wollen gefangen nehmen durch die Schönheit von Klang. Und diese Geister bekommen ihre Stimmen von den Schwestern Marlene und Elisabeth Schuen und deren Cousine Maria Moling. Und nur wenn diese Geister gereizt werden, etwa durch die soulige Tiefe des Basses, durch erdige Gitarren, die in markanten Riffs für kurze Momente die Führung übernehmen, durch ein funkig angehauchtes Geflecht aus Tanzbarkeit und Einfühlsamkeit, dann können sie auch Verwünschungen aussprechen. Diese Geister heißen in der alpenländischen Mythologie, wie auch der Bandname der drei Südtirolerinnen lautet, "Ganes". Wassernixen oder Feen sind das. Heilige Wesen, die auch so singen und in der Nähe von Quellen und Bächen anzutreffen sind. Dort waschen sie Leinen. Manchmal heiraten sie einen Menschlichen. Und im guten Fall sollen sie so genannte "unendliche Geschenke", also ewige Dinge wie Glück oder Wohlbefinden, bringen. Alte, hässliche Frauen können sie sein oder als junge, attraktive Verlockungen in Erscheinung treten. Maria Moling, Marlene und Elisabeth Schuen wissen um die Legenden von den Aguanes oder Ganes seit Kindertagen. Rund zweihundert Höhenmeter, jedoch unweit voneinander entfernt sind die drei aufgewachsen. Der Rü d' la Gana verbindet ihre Elternhäuser. Und aus dem stiegen in den Abend- und Morgenstunden - oder wann immer die Eltern die Märchen erzählten - die Ganes auf. In diesem Bächlein, im Dorf La Val, fließt in vieler Hinsicht einiges von dem, was aus diesem Album sprüht. Wie die Region, aus der die drei Musikerinnen stammen, prägen Lieblichkeit und Romantisierung nur den ersten Eindruck beim Hören. Aber so bedrohlich wie die Kreuzkofelgruppe über ihrem Heimatdorf La Val herrscht, begegnen einem die feinen Tiefen dieser Lieder freilich nicht. Diese Songs haben nichts Bedrohliches, nichts Einschüchterndes. Höchstens die Erinnerung an ewige Sanftheit und an das Gefühl, sich durch gefahrenlose Arkadien zu bewegen, die einen beim ersten Hören beschleicht, könnte all die Feinheiten, mit denen hier Emotionen ausgelotet werden, mit der von den ewigen Geschichten von Liebe und Verlust berichtet wird, verschleiern. Die falsche Fährte in eine reine Schönheit, legt ein fein arrangierter, manchmal liebreizend, manchmal nachdenklicher, niemals aufdringlicher Wohlklang, der vor allem durch die Sprache dieser Lieder provoziert ist. Gesungen wird Ladinisch. Und wer hört, wie sich hier - in Solo-Strophen ebenso wie in einem betörenden, dreistimmigen Harmoniegesang - diese romanische Sprache in Rhythmus und Melodie fügt, wie sie wellt in weichen Vokalen und kurzen, niemals scharfen Konsonanten, muss sich wundern, warum Maria Moling und Marlene und Elisabeth Schuen die vielleicht ersten Musikerinnen sind, die aus der Wärme ihrer Heimatsprache einfühlsam einnehmend Popmusik schaffen. Die Wahl der Sprache war kein bewusster Schritt. "Das kommt von allein beim Text schreiben, ganz natürlich", sagt Moling. Es ist die Sprache ihrer Kindheit, in der sie immer noch miteinander reden, träumen. Rund 30.000 Menschen sprechen diese Sprache. Innerhalb der politisch und vielfach auch kulturell autonomen Region Südtirol bildet das Ladinische noch einmal einen ganz eigenen kulturellen Mikrokosmos gebaut aus Mythen und Erinnerungen und im speziellen Fall aus einer klaren, wenn auch zurückhaltend auftretenden Eigenständigkeit. Musik dient dabei jenen, die weggegangen sind, die anderswo leben, als eine besondere Identifikation. Erst recht gilt das, wenn sich jemand aufgemacht hat, um weg von den Orten der Kindheit zu siedeln. Moling und die Schuen-Schwestern gingen weg, um Musik zu studieren in Klagenfurt, Salzburg, Innsbruck und München. "Singen und Musizieren hatten hohen Wert, sind Teil des Lebens", sagt Marlene Schuen. Dass Instrumente gelernt wurden, war logisch, weil in die Wiege gelegt. Der Vater der Schuen-Schwestern war Kapellmeister der örtlichen Blasmusik. Ob er nicht wollte, dass er irgendwann einmal die eigenen Töchter dirigieren muss, bleibt ein Geheimnis. Jedenfalls riet er seinen Töchtern, es doch lieber mit Streichinstrumenten zu probieren. Gesungen jedenfalls wurde von Kindheit an. Und weil sich die, die aus einem besonderen Kulturkreis stammt, umso mehr und ganz unwillkürlich um Traditionspflege kümmern, ohne dabei in Erstarrung zu verfallen, so sangen und musizierten die drei bei verschiedenen Gelegenheiten immer wieder mal gemeinsam - und irgendwann auch ganz professionell auf Bühnen. Wer in den vergangenen Jahren Hubert von Goisern auf CD oder auf Tournee begegnete, konnte schon erleben, wie einnehmend der Klang des Ladinischen funktioniert. Marlene Schuen spielt seit 2002 in der Goisern-Band - als Geigerin und Sängerin. Maria Moling, Jüngste des Trios, und Elisabeth Schuen stießen für Hubert von Goiserns LinzEuropaTournee als Backgroundsängerinnen dazu. Moling spielte dabei auch Percussion. Elisabeth Schuen, ausgebildete Opersängerin, spielt wie ihre Schwerster Marlene in der Goisern-Band auch Geige. Bei Proben, im Bauch des Schiffes auf der monatelangen Tournee-Reise auf der Donau, entstand aus dem losen, gemeinsamen Singen der Plan für ein Album. "Wir hatten auf dem Schiff viel Zeit, schrieben Songs, probierten ", sagt Elisabeth Schuen. "Das Schiff war der Ort, an dem wir am meisten Zeit gemeinsam hatten, seit wir als Kinder zusammen waren", sagt Moling. Zwischen Frühjahr 2009 und Januar 2010 wurden die 14 Songs in Salzburg und München aufgenommen und gemischt. Verworfen wurde der Plan, das "in verschiedenen Sprachen aufzunehmen". Die Verbindung aus den Erinnerungen an die enge Heimat und Blicke auf die weite Welt, durch die sie mittlerweile reisen, prägt die Grundstimmung des Albums. Manifest wird sie im Song "ci morvöia". Es ist einer jener Songs, den sie zu dritt schrieben. Und es ist jener Song, in dem alles verbunden wird, was dieses Album ausmacht. Es geht um das Fernweh, das einen im heimatlichen Dorf befällt, die Lust auf Neues. Dem gegenüber steht die Sehnsucht nach dem Daheim, wenn man draußen angekommen ist in der Undurchschaubarkeit, in der Hektik, in einer schnellen, undurchdringlichen Welt, der Wunsch nach dem Glück der Geborgenheit. In diesem Song werden die Dämonen des Baches, der an den Heimathäusern vorbeifließt, gebändigt. Die magische Kraft wird diesen Geistern nicht geraubt, sondern zu einer Musik, in der Erinnerung mitschwingt, die aber ihre Wellen längst mühelos in der weiten Welt der Popmusik schlägt. |